Arbeitsgemeinschaft evangelikaler Missionen Österreich

Ganz nah - eine völlig andere Welt

von OM Österreich, 03.03.2016

Man schiebt sich durch Massen von Frauen mit schwarzen, weißen und bunten Kopftüchern, vermeidet den Blick ihrer Männer, während eine arabische Speisekarte die Neugierde auf die Kultur der vielen Touristen weckt. Es ist eine völlig andere Welt mit anderen Umgangsregeln und Gottesbild – und doch so nahe. Mitten in Zell am See finden wir einen kunterbunten Haufen ganz verschiedener Menschen von der Arabischen Halbinsel. Das ist der Ort, zu dem uns unser Salamu Aleikum Einsatz 2015 hingeführt hat. Unser 20-köpfiges Einsatzteam ließ sich aus aller Welt rufen, um Muslimen aus den Ländern im Herzen des Islams die Gute Botschaft zu bringen. Jeden Morgen ging das Team ins Gebet. Anschließend gab es Schulungen über Umgangsformen, geschichtlichen Hintergrund, aber auch über die Unterschiede von Koran und Bibel und die Rolle Jesu Christi in beiden Glaubensrichtungen. Und dann ging es los – an die Seepromenade in Zell am See, zu den Krimmler Wasserfällen oder nach Kaprun. Überall dort, wo man Touristen findet, bot das Team ihnen Neue Testamente, Jesus-Filme, Kärtchen mit Links zum Download von christlicher Literatur oder SD-Karten an. Manchmal ergab sich ein Gespräch, manchmal nur ein stilles Segensgebet, manchmal teilten sie ihre Sorgen mit und das Team konnte Jesus ganz direkt in die Situation einladen und für sie beten. Wunderbar, dass es immer wieder trotz angekündigtem Regen trocken geblieben ist. Großartig, dass die Touristen sitzen bleiben und sich in eine Diskussion über die Wahrheit vertiefen. Unglaublich, wenn ein Saudi das Injil (Neues Testament) mit einem Kuss entgegennimmt. Und herzzerreißend, wenn ein Bruder seiner Schwester die christliche Literatur aus der Hand schlägt. Während der Einsatzwoche durchlebte das Team verschiedene Phasen von Ablehnung und Annahme seitens der Araber, Aussprache und Vergebung, sowie Einheit in all unserer kulturellen Vielfalt. In morgendlichen Andachten begegneten wir Gideon, Deborah, Johannes dem Täufer und Jesus selbst, wie sie sich von Gott verwenden ließen. Plötzlich waren die Araber offen für die Materialien und Gespräche, auf einmal kam Freimut bei unserem Einsatzteam auf, immer neue Leute anzusprechen, wenn im Hintergrund einmütig gebetet wurde. Wenn uns als Team eines während des Einsatzes bewusst wurde, dann wohl, dass es Gott ist, der trotz unserer Schwachheit wirkt. Wir sind von ihm völlig abhängig!