Arbeitsgemeinschaft evangelikaler Missionen Österreich

Die „Was nun?“ – Entscheidung

von OM Österreich, 03.11.2016

Die Matura bestanden, das Bundesheer überlebt. “Was jetzt?” fragte ich mich an jenem schönen Frühlingstag. Ich saß nachdenklich auf der Terrasse von Schloss Klaus. Ich beschäftigte mich gerade mit dem Thema Mission und wollte etwas Neues probieren. 

Als ich dann von OM in England hörte, war ich sofort begeistert - ein Trainingsprogramm und Praktikum in internationalen Teams; in Birmingham, der zweitgrößten Stadt Englands, einer wilden Metropole, einem Schmelztiegel der Kulturen!  In einer dreiwöchigen Einführung zu Beginn lernte ich meine Teamkollegen aus der ganzen Welt kennen. Mein Team landete in einem Viertel nur wenige Meilen außerhalb des Stadtzentrums. Die Nachbarschaft dort ist ein bunter Mix aus verschiedenen Kulturen und Religionen. Wir passten also ganz gut rein. 

Der Dienst in der Gemeinde war vielseitig. Wir arbeiteten mit Personen aller Altersgruppen – in der Kleinkind-Spielgruppe über den Jugendkreis bis hin zum Seniorentreffen. Mit unserer Hilfe begann die Gemeinde auch einen zweiten Sonntagsgottesdienst. Ein Schwerpunkt  war die Evangelisation. Dazu gingen wir viel auf die Straße und von Haus zu Haus, um Bücher und Einladungen zu verteilen und hatten dabei eine Menge interessanter Begegnungen. 

Bei einem Einsatz lernte ich einen Mann aus Osteuropa kennen, der auf der Suche nach Arbeit nach England gekommen ist. Er sprach ein wenig Deutsch, aber kaum Englisch und lebte seit einiger Zeit auf der Straße, weil der Rest seiner Familie ihn verstoßen hatte. Wir konnten ihm durch Essenspakete helfen und ich übersetze für ihn mit einer Sozialarbeiterin bei einer Wohnungsfrage. Die Beziehung war so gut, dass ich mit ihm sogar gemeinsam beten und in der Bibel lesen konnte.